So punkten Sie in sieben Schritten mit der perfekten Bewerbung
„Hiermit bewerbe ich mich auf Ihre Stellenanzeige als …”. Mal ehrlich, würden Sie sich davon angesprochen fühlen? Wenn Sie diese Frage mit „Nein” beantworten, geht es Ihnen wahrscheinlich wie vielen Personalverantwortlichen heute.
Der Knackpunkt: Dem Anschreiben fehlt damit schon beim Einstieg Individualität. Neben Ihrer fachlichen Qualifikation zählen heutzutage nämlich insbesondere persönliche Faktoren. Personalverantwortliche stellen sich Fragen wie: „Passt diese Kandidatin oder dieser Kandidat ins Team?“, „Passen sie oder er zum Unternehmen?“. Auch die sogenannten Soft Skills sind entscheidend, wie zum Beispiel eine strukturierte Arbeitsweise, Sorgfalt und eine gute Kommunikationsfähigkeit.
Im Folgenden zeigen wir Ihnen in sieben Schritten, worauf es bei einer aussagekräftigen Bewerbung ankommt. So gestalten Sie Ihre Unterlagen so, dass sie positiv auffallen.
Wie schaffen Sie einen Einstieg, der wirklich Interesse weckt?
Der Einstieg ist das Herzstück Ihres Anschreibens, denn er kann direkt Interesse wecken. Viele Personalverantwortliche entscheiden bereits in den ersten Sekunden, ob sie eine Bewerbung weiterlesen oder nicht. Statt mit einer Standardfloskel zu beginnen, sollten Sie direkt zeigen, warum Sie sich für die Position interessieren und was Sie mitbringen.
Ein gutes Beispiel:
„Als erfahrene Lagerfachkraft mit fünf Jahren Erfahrung im Bereich Warenannahme und Inventur suche ich eine neue Herausforderung in einem wachsenden Unternehmen wie Ihrem. Ihre Stellenanzeige hat mich besonders angesprochen, da Sie Wert auf Teamarbeit und Zuverlässigkeit legen, genau die Eigenschaften, die meine bisherigen Arbeitgeber an mir geschätzt haben.”
Ein solcher Einstieg ist persönlich und konkret. Er vermittelt schon im ersten Satz Ihre wichtigsten Kompetenzen. Gleichzeitig zeigt er, dass Sie motiviert sind und sich bewusst mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben.
Wie zeigen Sie, dass Sie sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben?
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber möchten erkennen, dass Sie echtes Interesse an ihrem Unternehmen haben. Sie möchten keine Standardbewerbung erhalten. Eine gründliche Recherche lohnt sich: Welche Werte vertritt das Unternehmen? Welche aktuellen Projekte laufen? Welche Besonderheiten zeichnen es aus? Ein Blick auf die Unternehmenswebsite, in Presseartikel oder auf Social-Media-Kanäle kann helfen, wertvolle Informationen zu sammeln.
Wenn Sie diese Kenntnisse im Anschreiben aufgreifen, wirkt Ihre Bewerbung spürbar auf die Stelle zugeschnitten.
Zum Beispiel:
„Auf Ihrer Webseite habe ich gelesen, dass Sie großen Wert auf die Weiterbildung Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter legen. Das entspricht meiner eigenen Haltung, mich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Deshalb habe ich zuletzt erfolgreich an einer Qualifizierung im Projektmanagement teilgenommen.”
So entsteht ein glaubwürdiger Bezug zwischen Ihrer Person und dem Unternehmen. Sie zeigen damit, dass Sie sich aktiv mit der Position auseinandergesetzt haben.
Wie belegen Sie Ihre Soft Skills glaubwürdig?
Sätze wie „Ich bin teamfähig, flexibel und belastbar” klingen zwar gut, bleiben aber zu abstrakt. Wesentlich überzeugender sind konkrete Beispiele aus Ihrer Berufserfahrung. Diese machen Ihre Fähigkeiten nachvollziehbar. Anstatt „Ich bin teamfähig” könnten Sie schreiben:
„In meiner letzten Position im Lager habe ich eng mit fünf Kollegen zusammengearbeitet. Gemeinsam haben wir die Kommissionierungszeiten um 15 Prozent verbessert, indem wir unsere Abläufe besser koordiniert haben.”
Solche Beispiele machen Ihre Stärken greifbar und glaubwürdig.
Wie baut man ein Anschreiben professionell auf?
Ein überzeugendes Anschreiben folgt in der Regel einem klaren Aufbau. Nach dem starken Einstieg erklären Sie, warum Sie sich für die Position interessieren und warum gerade dieses Unternehmen für Sie interessant ist. Im Hauptteil stellen Sie Ihre wichtigsten Qualifikationen und Erfahrungen vor, möglichst immer mit Bezug zur ausgeschriebenen Stelle.
Lesen Sie die Stellenanzeige genau. Gehen Sie auf die erforderlichen Anforderungen ein. Wenn beispielsweise „Erfahrung im Kundenservice” gesucht wird, beschreiben Sie konkret, wo Sie diese Erfahrung gesammelt haben. Im Schlussteil bekunden Sie Ihr Interesse an einem persönlichen Gespräch und bedanken sich für die Aufmerksamkeit. Als Faustregel gilt: Ein Anschreiben sollte möglichst nicht länger als eine DIN A4-Seite sein.
Der klassische Aufbau:
- Einstieg:Interesse wecken, relevante Qualifikationen nennen
- Hauptteil: Begründung für die Bewerbung, Bezug zur Stelle, Darstellung der wichtigsten Kompetenzen und Erfahrungen
- Schlussteil: Motivation für das persönliche Gespräch, Dank für die Aufmerksamkeit
Ein besonderes Augenmerk verdient die Darstellung von Zeiten ohne Beschäftigung. Seien Sie ehrlich, formulieren Sie diese Phasen aber positiv. Zum Beispiel: „2022 - 2024: Berufliche Neuorientierung und Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Lagerwirtschaft.”.
Welche Unterlagen erwarten Arbeitgeber im Anhang?
Auch die übrigen Bewerbungsunterlagen müssen professionell und vollständig sein: ein aktueller Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate und ein professionelles Bewerbungsfoto. Achten Sie darauf, dass alle Dokumente einheitlich formatiert sind und Ihre Kontaktdaten vollständig und aktuell sind.
Wenn Sie Ihre Bewerbung per E-Mail versenden, fassen Sie am besten alle Dokumente in einer PDF-Datei zusammen. Benennen Sie diese sinnvoll, zum Beispiel „Bewerbung_MaxMustermann_Lagerist.pdf”.
Zur vollständigen Bewerbung gehören:
- Aktueller Lebenslauf: Übersichtlich und möglichst lückenlos. Auch Zeiten der Arbeitslosigkeit oder Familienzeit gehören hinein. Formulieren Sie diese positiv.
- Bewerbungsfoto: Möglichst ein professionelles Foto, freundlich, gepflegt, auf neutralem Hintergrund
- Relevante Zeugnisse: Arbeitszeugnisse, Abschlusszeugnisse und Zertifikate von Weiterbildungen
Welche Fehler schwächen Bewerbungen am häufigsten?
Einige Fehler wirken sich stark auf die Wahrnehmung Ihrer Bewerbung aus.
Dazu gehören:
- Rechtschreib- und Grammatikfehler: Das ist ein absolutes No-Go. Lassen Sie Ihre Bewerbung unbedingt von jemandem Korrektur lesen
- Negativformulierungen: Vermeiden Sie Sätze wie „Obwohl ich keine Berufserfahrung habe …” oder „Leider kann ich nur …”. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf Ihre Stärken und das, was Sie können und mitbringen
- Standardfloskeln: Verzichten Sie möglichst auf Phrasen, die wenig aussagen. Seien Sie konkret und persönlich
- Massenbewerbungen: Passen Sie jede Bewerbung individuell an die jeweilige Stelle an. Eine Massenbewerbung, bei der Sie nur den Firmennamen austauschen, fällt in der Regel schnell auf und mindert Ihre Chancen erheblich
Wo bekommen Sie Hilfe bei der Erstellung einer überzeugenden Bewerbung?
Eine Bewerbung individuell auf Unternehmen und Position zuzuschneiden, die eigene Motivation überzeugend darzustellen und Qualifikationen mit konkreten Beispielen zu untermauern, ist oft gar nicht so leicht.
Doch genau dabei erhalten Sie bei uns die passende Unterstützung: In den Bewerbungstrainings von Grone begleiten Sie erfahrene Coaches, strukturieren mit Ihnen Schritt für Schritt Ihre Unterlagen und helfen Ihnen, mit mehr Sicherheit in den Bewerbungsprozess zu gehen.