Berufliche Orientierung? – Ganz schön verwirrend! So finden Sie, was zu Ihnen passt!
Früher haben sich die Menschen am Ende der Schulzeit einmal für einen Beruf entschieden und dabei ist es meistens das ganze Leben geblieben. Heute ist das Leben vielschichtig, wechselhaft und manchmal unvorhersehbar. Da kann es sein, dass man sich ein zweites oder auch ein drittes Mal für einen neuen Berufsweg entscheiden möchte oder muss. Das nimmt einerseits den Druck, eine Entscheidung für das ganze Leben treffen zu müssen, andererseits ist damit auch ein wenig die Sicherheit eines Lebensberufes verlorengegangen. Aber hey, nutzen Sie die Chance, Sie haben die Wahl!
Aber woher weiß ich, welcher Beruf zu mir passt? Wie kann ich meine Stärken und Interessen besser kennenlernen? Wie passt das alles in mein Leben und wer unterstützt mich dabei? Werden meine Freunde und meine Familie meine Wahl akzeptieren?
Diese Fragen stellen sich junge Menschen, die wie Sie darüber nachdenken, sich beruflich zu qualifizieren. Und vielleicht überfordert sind von 328 anerkannten Ausbildungsberufen in Deutschland und jeder Menge Informationen dazu im Internet. Was Sie brauchen, ist Zeit, um herauszufinden, welcher Beruf zu Ihnen passt und Sie erfüllt, und ein wenig Unterstützung von Menschen, die sich auskennen.
Mit Grone gelingt die Orientierung: Gemeinsam mit Ihnen beantworten wir die folgenden Fragen.
Wie finde ich den passenden Ausbildungsberuf?
Sie sind sich noch unsicher, welchen Beruf Sie ausüben wollen? Das ist völlig in Ordnung.
Berufliche Entscheidungen sind komplex und herausfordernd. Niemand erwartet, dass Sie sich sofort entscheiden. Zunächst hilft es, Schritt für Schritt mehr über sich selbst zu erfahren:
- Was begeistert mich wirklich? Technik, Menschen, Tiere, Umwelt, Büro….
- Womit beschäftige ich mich gerne in der Freizeit? Das gibt Hinweise auf Ihre Stärken.
- Interessiere ich mich für praktisches Tun oder bin ich eher theoretisch veranlagt?
- Welche Werte sind mir wichtig? Sicherheit, Kreativität, Gemeinsinn….
Das Internet bietet gute Möglichkeiten, sich über die große Bandbreite der beruflichen Möglichkeiten zu informieren, z. B. mit BERUFENET.de oder BERUFE.TV. Mit Hilfe von Berufswahltests lassen sich Ihre Ergebnisse dann nach Interessen und eigenen Stärken filtern. Auch da bietet das Internet jede Menge seriöse Tests, zum Beispiel das Programm Check-U der Bundesagentur für Arbeit oder die Webseiten ausbildung.de oder aubi-plus.de.
Aber vielleicht gibt es auch in Ihrer Schule oder in Ihrer Region Angebote, die Sie nutzen können, um einen Schritt weiter zu kommen. Wenn Sie noch Schülerin oder Schüler sind, bietet Ihre Schule möglicherweise eine Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) an. Hier werden Sie auf dem Weg von der Schule in den Beruf persönlich begleitet, z. B. bei der Praktikumssuche, bei Bewerbungen und bei der Entscheidung für einen Ausbildungsbetrieb. Der Berufseinstiegsbegleiter oder die -begleiterin sind regelmäßig an Ihrer Schule ansprechbar. Fragen Sie einfach mal nach!
Wenn Sie Ihre Schulzeit bereits beendet haben, aber noch nicht das Richtige gefunden haben, bringt Sie vielleicht eine Berufsvorbereitung weiter. Auch in diesem Fall müssen Sie zunächst herausfinden, ob es in Ihrer Region eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) gibt. Wenn Sie nicht gerade auf dem Mond wohnen, ist das mit großer Wahrscheinlichkeit auch in Ihrer Region der Fall. Fragen können Sie in Ihrer alten Schule, bei der Jugendberufsagentur, der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter.
Oder Sie fragen einfach bei uns mal nach! Auch bei Grone bieten wir Orientierungskurse und Beratungen, in denen wir gemeinsam mit Ihnen herausfinden, was zu Ihnen passt und wie es weitergeht.
Wie lerne ich meine Stärken und Interessen besser kennen?
Die meisten Menschen können nicht auf Anhieb sagen, was sie eigentlich gut können. Damit Sie Ihre Stärken erkennen und benennen können, helfen folgende Ansätze:
- Überlegen Sie, was Ihnen Spaß macht. Haben Sie Hobbys, was waren Ihre Lieblingsfächer? Wobei verlieren Sie nie die Geduld?
- Machen Sie Berufswahltests, gehen Sie in ein Berufsinformationszentrum (BIZ) oder zur Berufsberatung Ihrer Arbeitsagentur.
- Sprechen Sie mit Menschen, die Sie gut kennen: Fragen Sie Ihre Familie, Lehrkräfte oder im Freundeskreis, worin diese Menschen Ihre Stärken sehen.
- Nehmen Sie teil an Orientierungskursen oder Workshops, z. B. bei Grone.
Welche Möglichkeiten gibt es, verschiedene Berufe vor der Ausbildung auszuprobieren?
Einige, und das ist oft der beste Weg, um berufliche Tätigkeiten kennenzulernen und Fragen zur Berufswahl zu klären. Diese Möglichkeiten gibt es:
- Betriebspraktika: Die kennen Sie schon aus der Schule; Praktika können Sie aber jederzeit freiwillig machen oder mit Unterstützung über die Agentur für Arbeit.
- Berufsfelderkundungen oder Betriebsbesichtigungen: Die werden auch über Ihre Schule organisiert oder z. B. auch über Projekte bei Grone oder anderen Bildungsanbietern
- Berufsvorbereitung in einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB): Hier gibt es Werkstattphasen in verschiedenen Berufsfeldern und anschließende Praktika in „echten“ Unternehmen.
- Berufsorientierung durch eine Berufseinstiegsbegleitung (BerEb): Die Berufseinstiegbegleiter an Ihrer Schule helfen Ihnen bei der Suche nach einem Praktikumsplatz, begleiten Sie während der Zeit im Betrieb und werten das Praktikum mit Ihnen aus. In Ihrer Region gibt es keine BerEb? – Dann fragen Sie nach anderen regionalen Angeboten wie BRAFO, BOP oder kAoA.
Während Ihrer Zeit in einem Betrieb lernen Sie nicht nur einen - oder mehrere - Berufe kennen, Sie finden auch (wieder) etwas über sich heraus: Fühle ich mich wohl in einem Team? Halte ich körperliche Arbeit gut durch? Passt der Tagesablauf zu mir? und vieles mehr……
Wie kann mir eine berufsvorbereitende Maßnahme (BvB) helfen, mich zu orientieren?
Eine BvB ist für Sie genau dann das Richtige, wenn Sie sich noch etwas Zeit verschaffen wollen vor der Ausbildung. Vielleicht sind Sie noch nicht soweit, Ihnen fehlt noch ein Schulabschluss oder Sie sind unsicher, welchen Beruf Sie erlernen möchten.
In einer BvB erwartet Sie eine Gruppe gleichgesinnter junger Menschen, ein tolles Team, das Sie begleitet, und viele interessante Inhalte:
- Sie können in mehrere Berufsfelder reinschnuppern oder tiefer einsteigen.
- Sie probieren sich aus in unseren Praxisräumen und in Betrieben.
- Sie erarbeiten mit unserem Team Ihr individuelles Stärkenprofil.
- Sie erhalten Bewerbungscoaching und trainieren Lernstrategien, Sprache und Sozialkompetenzen.
- Sie machen Ihren Schulabschluss oder erhalten schulische Förderung.
- Sie werden begleitet von Ausbildern und Ausbilderinnen sowie von pädagogischen und sozialpädagogischen Fachkräften.
Grone führt BvB-Maßnahmen an vielen Standorten in (fast) ganz Deutschland durch. Fragen Sie einfach mal nach…
Welches sind Berufe mit guten Zukunftschancen für junge Menschen?
Tja, sehr gute Frage, aber bei 328 anerkannten Ausbildungsberufen in Deutschland gar nicht so leicht zu beantworten. Der eine Lebensberuf, den haben nur noch wenige. Dennoch ist ein Beruf mit Perspektive auch heute viel wert, ein Beruf also, der sich den schnell wandelnden Bedingungen anpasst, oder einer, der einfach immer Bestand hat.
Da lohnt es sich auf die Branchen zu sehen, die wachsen, und auf die, die immer gefragt sein werden.
Berufe in Gesundheit und Pflege: Der Bedarf ist riesig und die Entwicklungsmöglichkeiten vielfältig. Wenn Sie dann auch noch eine sinnvolle, dem Gemeinwohl dienende Tätigkeit suchen, sind Sie hier richtig. Beispielberufe sind: Pflegefachkraft, medizinischer Fachangestellte, Sozialbetreuer und Sozialbetreuerin usw.
Berufe in Handwerk und Technik: Das sind Berufe, die immer gefragt sind, krisensicher und mit vielseitigen Tätigkeiten, guten Verdienstmöglichkeiten oder auch der Möglichkeit zur Selbständigkeit. Es gibt jede Menge Beispiele: Tischler oder Tischlerin, Anlagenmechaniker oder Anlagenmechanikerin, KfZ-Mechatroniker oder -Mechatronikerin, Bäcker oder Bäckerin uvm.
Berufe in Umwelt und Nachhaltigkeit: Diese Berufsbilder sind im wahrsten Sinne des Wortes zukunftsweisend und sinnstiftend; zu ihnen gehören auch viele „grüne Berufe“, z. B. in der Forstwirtschaft. Andere Beispiele sind Fachkraft für Kreislaufwirtschaft, Umweltschutztechniker und Umwelttechnikerin usw.
Berufe in IT und Digitalisierung: Viele Möglichkeiten einzusteigen und sich nach der Ausbildung weiterzuentwickeln: Die Bandbreite der Berufe ist groß und beinhaltet kreative Berufe genauso wie kaufmännisch orientierte, z. B. Fachinformatiker und Fachinformatikerin, IT-Systemelektroniker und IT-Systemelektronikerin, E-Commerce-Kaufleute, Mediengestalter und Mediengestalterin.
Berufe in Logistik und Handel: Eine Branche mit vielen Einstiegsmöglichkeiten – auch ohne Schulabschluss. Die Branche ist geprägt von Dienstleistung und internationalem Flair. Beispiele für Berufe sind Kaufleute – Spedition und Logistikdienstleistung, Fachlagerist und Fachlageristin, Einzelhandelskaufleute und Verkäufer bzw. Verkäuferin usw.