Ausbildung in Teilzeit – Flexibel Einsteigen in den Beruf
Vielleicht kümmern Sie sich um Ihr Kind, pflegen ein Familienmitglied oder schaffen aus gesundheitlichen Gründen keine Vollzeit-Woche? Auch wenn Ihre Lebensumstände gerade nicht zu einer Ausbildung zu passen scheinen, können Sie Ihren beruflichen Traum verwirklichen!
Das Zauberwort heißt: Teilzeitausbildung! Damit gelingt es, Familie, Verantwortung und Ausbildung unter einen Hut zu bringen und sich trotzdem nicht zu überfordern. Immer mehr Betriebe und Bildungsträger öffnen sich für dieses Ausbildungsmodell, damit Menschen in jeder Lebenssituation eine berufliche Karriere starten können.
An wen richtet sich eine Teilzeitausbildung?
Teilzeitausbildungen richten sich an Menschen, die aus persönlichen Gründen keine reguläre Vollzeitausbildung machen können oder wollen.
Das können zum Beispiel sein:
- Alleinerziehende oder Elternpaare mit kleinen Kindern
- Menschen mit Pflegeverantwortung für Angehörige
- Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen
- Wiedereinsteigende nach längerer Pause
- Menschen mit Migrationsgeschichte, die parallel Deutschkurse besuchen oder andere Verpflichtungen haben
- aber auch jeder und jede andere Person, die ihre Ausbildung lieber in Teilzeit machen möchte.
Denn: Seit 2020 kann sich jede Person ohne Angabe von Gründen für eine Berufsausbildung in Teilzeit entscheiden. Einzige Voraussetzung: Der Ausbildungsbetrieb ist einverstanden!
Grone berät Sie gerne individuell zu Ihren Möglichkeiten und hilft bei der Suche eines passenden Ausbildungsbetriebs.
Wie sieht eine Teilzeitausbildung konkret aus?
Im Prinzip ganz einfach: Die Ausbildungsinhalte sind exakt die gleichen wie bei einer Vollzeitausbildung, nur die wöchentliche Arbeitszeit reduziert sich auf beispielsweise 20, 25 oder 30 Stunden. Dadurch verlängert sich die Ausbildungszeit je nach Stundenmodell um ca. 6 bis 12 Monate. Beispiel: Eine dreijährige Ausbildung (36 Monate) verlängert sich bei einer täglichen Arbeitszeit von 6 Stunden auf 3,8 Jahre (46 Monate).
Zu einer Ausbildung gehört neben der Zeit im Ausbildungsbetrieb auch der Berufsschulunterricht. Auch die Zeiten in der Berufsschule lassen sich in der Regel an eine Teilzeitausbildung anpassen; sollte das nicht gehen, muss die Berufsschule in Vollzeit besucht werden.
Grone bietet auch für Teilzeit-Azubis begleitendes Coaching und Lernunterstützung an, damit alle ihr berufliches Ziel erreichen.
Wie sieht die Arbeitswoche bei einer Teilzeitausbildung aus?
Viele Betriebe sind heute gern bereit, die Arbeitszeiten für Ihre Azubis oder Mitarbeitenden flexibel zu gestalten, wenn sie merken, dass die Motivation stimmt. Das bedeutet nicht, dass eine Teilzeitausbildung weniger anspruchsvoll ist; sie bietet bloß eine bessere Vereinbarkeit von persönlichen Verantwortungen und Beruf.
So könnte Ihre Ausbildungswoche aussehen:
Beispiel bei 30 Std. pro Woche:
- an 3 – 4 Tagen von 08:00 bis 14:00 Uhr praktische Ausbildung im Betrieb (bei bestimmten Ausbildungsberufen, z. B. in Gastronomie, Pflege oder Handel, können diese Tage auch am Wochenende sein)
- an 1–2 Tagen pro Woche Berufsschulunterricht bzw. 5 Tage pro Woche bei Blockunterricht
- nachmittags und abends ist Zeit für Familie, Pflege und Erholung sowie bei Bedarf Zeit zum Lernen oder für begleitende Unterstützung durch Grone
Bekomme ich trotz Teilzeitausbildung finanzielle Unterstützung?
Natürlich! Neben der Ausbildungsvergütung haben Sie Anspruch auf die gleiche Förderung wie bei einer Vollzeitausbildung:
- Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
- Wohngeld oder Kinderzuschlag
- Unterhaltsleistungen vom Jobcenter (SGB II)
- Kindergeld und ggf. Kinderbetreuungszuschuss
- Zuschüsse für Fahrtkosten oder Lernmittel
Auch zu den finanziellen Fördermöglichkeiten erhalten Sie bei Grone – oder bei Ihrem Jobcenter – kompetente Beratung und erfahren, welche Unterstützung Ihnen zusteht.